Laut dem Gründer des dänischen Happiness Museums in Kopenhagen – so habe ich es jedenfalls für mich abgespeichert – ist das Geheimnis eines rundum geglückten Tages die Kombination folgender Elemente:

Man macht gemeinsam mit anderen (1) in der Nature (2) eine sinnvolle Sache (3).

Und das kann man im Herrestadsfjället ganz hervorragend!

Das Waldgebiet liegt direkt im Norden von Uddevalla, und ist für Westküsten-Besucher bestens angebunden. Wer während seines Urlaubs hier einmal tiefen, vielseitigen Wald erleben möchte – hier ist man richtig (wie auch im Kynnefjäll).

Die Natur ist für mich so, wie ich Schweden liebe – und erinnert durchaus schon an Dalsland: Hügeliger, lichter Wald, durchzogen von etlichen kleineren und größeren Seen sowie Sumpfgegenden.

Es gibt ein sehr weitreichendes Netz von Wanderpfaden, die gut markiert durch das Gebiet verlaufen. Dazu kommen Trails und Wege, die bei Mountainbikefahrern geschätzt sind und für Skilangläufer im Winter ein ausgedehntes Loipennetz. Und es gibt einige Hütten und Windschütze, die Wanderern eine trockene und gemütliche Unterkunft bieten.

Viele Kilometer solcher Wanderpfade durchziehen das Herrestadsfjaellet
Viele Kilometer solcher Wanderpfade durchziehen das Herrestadsfjället

Die Hütten variieren stark in Ihrer Größe – vier Betten bis zu Schulklassengröße – sind für jedermann günstig buchbar (600 SEK pro Nacht kosten die Größeren) und bieten eine urige Alternative zum Zelt. Persönlich habe ich noch nicht alle gesehen und die meisten werden sicherlich einen rustikalen Touch haben – wer aber Hüttenübernachtungen in den Alpen oder im schwedischen oder norwegischen Fjell schätzt, wird hier sicherlich seine Freude haben.

Vor allen Dingen bei ungemütlichen Bedingungen kann man sich in den Schutzhütten sehr gut aufwärmen.

Und diese Hütten schlagen auch den Bogen zum Ausgangspunkt dieses Artikels – der Suche nach einem geglückten Tag. Im Herrestadsfjället kann man alles verbinden und deshalb eine schnelle Rezeptur zu einem geglückten Tag:

Anreise am Morgen zu einem der Wanderparkplätze. Wahlweise sind entweder Sammelbehälter für Blaubeeren oder Pilze dabei – wer gerne angeln möchte, nimmt eine leichte Spinnrute mit. Dazu ein Lunchpaket mit Thermos für die Mittagspause. Natürlich kann man auch Stockbrotteig dabei haben – dann macht man sich mittags an eine der Feuerstellen ein kleines Feuer und bäckt darauf sein Brot. Am Abend dann Übernachtung in einer Hütten mit Verwertung der gesammelten und geangelten Beute. Fertig!

Zum Angeln noch einige abschließende Worte: Viele der Seen sind über Wanderwege gut zu erreichen, andere liegen direkt an dem Autowaldweg, der einmal von Nord nach Süd durch das Gebiet führt und an dem auch verschiedene Parkplätze liegen. Einige der Seen werden regelmäßig mit „Edelfisch“ – also Forellenartigen – besetzt, andere haben einen wilden Bestand an vor allen Dingen Hechten und Barschen. In beiden Fällen kann man die Angelei ziemlich unkompliziert gestalten: Die Natur des Ufers lässt oft ein gutes Uferangeln zu, das heißt, es gibt kaum Schilf- oder andere Wasserpflanzengebiete die das Uferangeln erschweren würden. Wer noch nicht so viel Erfahrung hat, kann sicherlich mit kleinen Spinnern (Grösse 2 – 4) den ein oder anderen Fisch fangen (bitte Gewässerspezifische Restriktionen beachten, an manchen Seen gilt Fly-only!). Passionierte Angler wissen was zu tun ist – je nach Stellenstruktur die Köder wählen, die am besten funktionieren. Und dann einfach systematisch am Ufer entlang pirschen und an jeder zugänglichen Stelle paar Würfe machen – ein richtig starkes Naturerlebnis!

Links

Friluftsjämnades Geheimtippstellen (herunterladbare Karte: png (1753×1240) (friluftsframjandet.se)

Online Wanderkarte: Reservatskartan (lansstyrelsen.se)

Angelinfos Edelfischseen: Regler för fiske inom Herrestadsfjällets kortfiskeområde – Uddevalla kommun

Angelinfos Hecht- und Barschseen: Uddevallakortet – Uddevalla kommun

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