Es gibt dutzende sehr bekannte und sicherlich sehr bewährte Meerforellenfliegen – viele davon übrigens schwedischer Herkunft – und jeder bestückt seine Boxen ja irgendwie anders. Nicht selten wenn ich Bilder von Boxen sehr etablierten Meerforellenangler sehe, denke ich mir, dass manche dieser Fliegen bei mir niemals landen würden. Umgekehrt ist es sicherlich auch. Und so bleibt es am Ende eine Vertrauensfrage, was man mitführt. Fangen wird man sicherlich mit allem möglichen. Bei mir hält sich die Anzahl der Muster einigermaßen in Grenzen. Nur eine einzige, wie Udo Schroeder überlieferte Weise fischt (Polar Magnus), ist es bei mir aber nicht.

Nachfolgend die Fliegen, die ich am allermeisten Fische. Natürlich werden auch schonmal andere angeknotet – in 90% der Fälle ist es aber diese Truppe. Natürlich ist dies keine Bindeanleitung, sondern soll eine Anregung dafür sein, was man bei einem Besuch in Schweden – und insbesondere in Bohuslän – mitführen sollte (wenn man nicht schon seine eigene, etablierte Auswahl hat).

Ich liste die Fliegen in der Reihenfolge auf, wie ich Sie im Laufe der Saison fische, beginnend Anfang April. Einige Muster sind keiner Saison klar zuzuordnen und können immer fangen, das habe ich markiert.

Es gibt dutzende sehr bekannte und sicherlich sehr bewährte Meerforellenfliegen – viele davon übrigens schwedischer Herkunft – und jeder bestückt seine Boxen ja irgendwie anders. Nicht selten wenn ich Bilder von Boxen sehr etablierten Meerforellenangler sehe, denke ich mir, dass manche dieser Fliegen bei mir niemals landen würden. Umgekehrt ist es sicherlich auch. Und so bleibt es am Ende eine Vertrauensfrage, was man mitführt. Fangen wird man sicherlich mit allem möglichen. Bei mir hält sich die Anzahl der Muster einigermaßen in Grenzen. Nur eine einzige, wie Udo Schroeder überlieferte Weise fischt (Polar Magnus), ist es bei mir aber nicht.

Nachfolgend die Fliegen, die ich am allermeisten Fische. Andere kommen hin und wieder dazu – in 90% der Fälle ist es aber diese Truppe. Natürlich ist dies keine Bindeanleitung, sondern soll eine Anregung dafür sein, was man bei einem Besuch in Schweden – und insbesondere in Bohuslän – mitführen sollte.

Ich liste die Fliegen in der Reihenfolge auf, wie ich Sie im Laufe der Saison fische, beginnend Anfang April. Einige Muster sind keiner Saison klar zuzuordnen und können immer fangen, das habe ich markiert.

1. WarmB (Anfang April)

Dieses extrem simple Muster habe ich erstmals am Vorabend einer Tour mit meinem Bruder gebunden. Erfunden will ich nicht sagen. Sicherlich gibt es diese Fliege schon unter anderen Namen (aber nein, die deutlich bulligere Mulkkis ist es nicht). Das Wasser war während des kurzen Trips ausgesprochen kalt, und da sind grelle, kleinere Fliegen häufig eine Bank. Der späte Bindeeinsatz hatte sich auf jeden Fall gelohnt – alle Fische des Tages gingen auf genau diese Fliege.

Das Modell besteht aus exakt drei Materialen: Craftfur in Pink für den kleinen Schwanz, Chenille in Pink für den Körper (einfach um den Haken gebunden), Easy Shrimp Eyes in Orange.

Für den Saisonbeginn – also die ersten 2-3 Aprilwochen – in flachen Buchten eine richtig gute Option.

2. Wurmfliegen (Mitte April bis Ende Mai)

Diese wuchtigen Fliegen, die ich auf eine Reihe miteinander verbundener Gelenke binde (Marabou), bewegen sich absolut beeindruckend im Wasser. Wenn man Glück hat und das Schwärmen der Watwürmer im Frühling erwischt, kann diese Fliege richtig Spaß machen. Nicht so sehr im Wurf, das ist eher mühsam, aber später dann im Drill. Ich führe die Fliege immer in verschiedenen Größen und Farbvarianten mit. Wenn man es mit der Imitation ganz genau meint, kann man dann versuchen, die Wurmart zu imitieren, die gerade unterwegs ist.

3. Kopperbassen (ganzjährig)

Ein absoluter Klassiker, der nicht weiter beschrieben werden muss. Ein Köder, den man mit einem einzigen Material binden kann (Kupferdubbing), und entsprechend simpel aussieht, aber richtig fängig ist! Wenn ich mit Springerfliege – also einer zweiten, vorgeschalteten Fliege, fische, ist es in 90% der Fälle eine leicht gebundene Kopperbassen. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Wird sonst ja sehr häufig auch als einzige Fliege gefischt – das mach ich persönlich seltener. Soll es eine kleine einzelne Fliege sein, geben die Bedingungen dies ja meistens vor. Also ruhige, sonnige Tage und klares Wasser. Treffe ich solche Bedingungen an, greife ich lieber auf noch etwas Dezenteres zurück.

4. Wasserassel- und Mysisimitationen (ganzjährig)
Etwas ganz dezentes wie dieses kleine Muster habe ich viele Jahre nicht gefischt – mittlerweile habe ich aber volles Vertrauen gefasst und fische sie regelmäßig. Und zwar immer dann, wenn es hell ist und das Meerr ruhig. Häufig wird das Fischen dann richtig schwierig – mit einer solchen dezenten kleinen Fliege aber kann man immer noch mit einem Fisch rechnen. Ein solche Situation hatte ich zum Beispiel im vergangenen August. Nach richtiger guter Angelei in den frühen Morgenstunden ging bei glattem Wasser und strahlender Sonne bald nichts mehr – die Fische mussten aber noch da sein. Der Wechsel auf ein ganz, ganz kleines unscheinbares Muster brachte dann aber doch noch eine massige Forelle.

5. Craftfur Garnele in Tan (ganzjährig)
Dieses Muster ist mit Abstand meine erfolgreichste Fliege. Perfekt an hellen Tagen und sobald das Wasser einigermaßen bewegt ist, und dann über eher sandigem Grund.
Ursprünglich kam ich zu dem Muster über eine Bindealeitung, die mein Freund Peter in einer Angelzeitschrift veröffentlichte. Im Gegensatz zu den oben genannten Fliegen etwas aufwendiger zu binden, aber die Erscheinung im Wasser sucht ihresgleichen. Die Sonne scheint wunderbar durch die Fliege, wodurch sie insgesamt dezent wirkt – durch die fluo-orangenen Augen und den Beisspunkt in fluoorange ist sie dennoch richtig gut sichtbar.

Dazu spielen die feinen Haare sehr schön im Wasser. Ich führe diese Fliege meist mit etwas ruckartigen Strips und verhältnismäßig langen Pausen. Je nach Beschwerung schwebt sie dann mehr oder weniger oder sinkt langsam ab.

6. Ömo Borsten (ganzjährig)
Auch ein sehr bekannter Klassiker, der viele, viele Fische gefangen hat. Ein Muster, dass sehr viel abbilden kann – und bei mir dann als Allzweckwaffe zum Einsatz kommt, wenn ich den vorliegenden Bedingungen keine andere Fliege richtig zuordnen kann.

7.Zonker (ab dem späten Frühling)
Bei uns in Schweden gibt es Grundeln, und zwar in richtigen Massen – meistens da, wo das Ufer viele Versteckmöglichkeiten bereithält (Steinufer). Da ist es naheliegend, dass Mefos sie als eine ihrer Hauptfutterquellen annehmen. Ich imitiere sie am liebsten mit kleinen Zonkerstreamer, die mit einem paar relativ großer Kettenaugen schön grundnah und dabei zackig geführt werden können.

8. Samsö-Killer (Sommer)
Meine Fliege der Wahl für den Sommer, wenn ich über tiefen Stelle mit der Sinkschnur fische und sehr schnell einstrippe. Entwickelt von Bernd Ziesche, ist sie nicht die einfachste Fliege zu binden – und so richtig Spaß macht es nicht, den langen Schwanz auf das Stück Nylon zu binden, der dann mit dem Haken verbunden wird. Dennoch – der Erfolg macht den Aufwand wett.
Bei der beschriebenen Methode fische ich den Samsö-Killer in ziemlich großen Größen – also Hakengrößen 2-6. Das Werfen der XXL-Mefofliege an schwerer Sinkschnut ist dann nicht ganz so elegant – aber ist die Fliege einmal immer Wasser und etwas durchgesunken, gibt es meiner Meinung nach wenig das fängiger ist.

9. Night-Skater (Sommer)
Spezialfliege würde lange Sommernächte. Dann eine richtige Bank! Habe ich ursprünglich für die sommerliche Barschfischerei bei uns am See gebunden, läuft aber auch gut an der Küste!

10. Orange Wooly-Bugger Variante (Spätsommer/Herbst)

Wenn sich im Spätsommer die Fische vermehrt auf den Weg Richtung Laichgewässer aufmachen, schlägt die Stunde für diese kleine, einfache Fliege. Meine anfänglichen Erfolge mit orangenen, kleinen Fliegen hatte ich nicht direkt auf dieses Muster, sondern auf die Lachsfliege General Practitoner (GP). Als nach richtig guten Erfolgen irgendwann die beiden Exemplare, die ich von einem Freund hatte, verfischt waren, musste ich auf etwas weniger Extravagantes umsteigen. Und diese Variante des Wooly Bugger erfüllt den Zweck!
Topfliege für den Herbst!

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